Warum eine Berufsausbildung für einen Käsehersteller wichtig ist
- Christine Köning

- 26. Sept. 2023
- 1 Min. Lesezeit
„Zurück zur Schule.“ So fühlt es sich an, und so ist es auch. Ich beginne einen dreijährigen Studiengang in Deutschland mit dem Titel „ Staatlich geprüfte Fachagrarwirt/in Handwerkliche Milchverarbeitung“. Jedes Jahr werden 18 Personen aufgenommen, und dieses Jahr bin ich eine von ihnen.
Vor neun Jahren gründete ich auf unserem Milchviehbetrieb eine kleine, handwerkliche Käserei, die sich ausschließlich auf Weichkäse spezialisierte. Das war damals etwas ganz Neues, und ich eignete mir das nötige Wissen mühsam an. Ich las viele Bücher, sah mir Videos an, besuchte einige Kurse und probierte vieles selbst aus. Es war und ist immer noch schwierig, das nötige Wissen für die Weiterentwicklung zu finden. Umso größer war meine Freude, als ich zur Berufsausbildung in Deutschland zugelassen wurde!

Die Herstellung von Rohmilchkäse auf dem Bauernhof ist ein Handwerk. Und ein Handwerk entsteht durch die Weitergabe und den Ausbau von Wissen. Wissen, um die Herkunft der Milch der eigenen Kühe zum Ausdruck zu bringen. Wissen, um mit den natürlichen Schwankungen des Rohmaterials umzugehen. Wissen, um mit natürlichen Prozessen zu arbeiten. Wir brauchen dieses Wissen dringend.
Die Berufsausbildung in Deutschland ist ein umfassender, breit gefächerter Kurs, der aus 12 einwöchigen Blöcken besteht. Jede Woche wird ein anderes Thema behandelt.
Wenn ihr wissen wollt, was besprochen wird, folgt dieser Kaasposts-Serie. Ich werde am Ende jeder Woche darüber schreiben. Die erste Woche beginnt am 2. Oktober 2023!
